POLEN UND UNGARN – IN FREUNDSCHAFT VERBUNDEN
Die erste Station der internationalen Aktivitäten der Stadt war Karpacz, genauer gesagt das 35. Wirtschaftsforum. Nachdem Hévíz bereits im Vorjahr am Europäischen Kongress der Kommunalverwaltungen teilgenommen hatte, bot sich der Stadt mit dieser Veranstaltung erneut die Gelegenheit, sich auf einer wesentlichen internationalen Plattform in Polen zu präsentieren.
Neben einflussreichen Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft kamen bei dem Forum auch Wissenschaftler, Führungskräfte aus der Wirtschaft und Kulturschaffende zusammen, um ihre Ansichten und fachlichen Erfahrungen auszutauschen. Von allen ungarischen Kommunen erhielten lediglich drei Orte – darunter Hévíz – die Möglichkeit, an dieser renommierten mitteleuropäischen Veranstaltung teilzunehmen.
Nur wenige Tage später wurde das offizielle Programm in Kroatien fortgesetzt.

Veranstaltungsort des 35. Wirtschaftsforums: das Hotel Gołębiewski in Karpacz
EIN UNGARISCHES PICKNICK IN DER KROATISCHEN HAUPTSTADT
Auf Einladung des Liszt-Instituts, der Kulturinstitution der Ungarischen Botschaft in Zagreb, nahm eine Delegation aus Hévíz am 10. Tag der ungarischen Küche teil. Ziel der Veranstaltung ist es, die ungarische Kultur und Gastronomie zu bewahren und einem breiten Publikum in der kroatischen Hauptstadt näherzubringen.
Neben dem gemeinschaftlichen Fest und dem offiziellen Treffen in der Ungarischen Botschaft ergaben sich auch die Möglichkeit, langjährige Partnerschaften zu pflegen. So traf die Delegation aus Hévíz erneut persönlich mit Vertretern des Rates der ungarischen Minderheit der Stadt Zagreb sowie des Kulturvereins Ady Endre zusammen und führte damit die bewährte Zusammenarbeit fort.
Von der kroatischen Hauptstadt aus führte die Reise weiter in den Mittelmeerraum Europas.

Dr. Klára Galli-Baronfeind, Geschäftsträgerin der Botschaft, Dr. Anna Mladenovics, Direktorin und die Mitarbeiter des Instituts bei der Eröffnung der Veranstaltung
FÜHREN ALLE WEGE NACH ROM?
Italien gilt seit Langem als vielversprechender Quellmarkt für Hévíz. Daher spielen sowohl die Kontakte vor Ort als auch die Verbindungen zu ungarischen Gemeinschaften im Ausland eine wichtige Rolle dabei, die internationale Präsenz der Stadt zu stärken. Dieses Interesse wurde auch von der Marketingleitung der Italienischen Zentrale für Tourismus (ENIT S.p.A.) aufgegriffen, die die Gesandten aus Hévíz im September empfing.
Im Hinblick auf diplomatische Kontakte fanden auf Empfehlung der Ungarischen Botschaft in Rom erste Gespräche in der Stadt Bellegra statt. Die ungarische Delegation traf dort mit der Führung der malerischen italienischen Gemeinde in der Region Latium zusammen, um mögliche Bereiche einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen den beiden Kommunen zu erörtern.
Auch der Vatikan öffnete der Delegation aus Hévíz während ihres Besuchs seine Türen. Nur wenige Schritte vom Petersdom entfernt befindet sich der Palazzo Migliori, in dem regelmäßig Menschen in schwierigen Lebenssituationen aufgenommen werden. Wohltätige Abendessen für Bedürftige sind ein wichtiger Bestandteil dieser Initiative. Hévíz sagte bei dieser Gelegenheit seine Unterstützung für eines dieser Essen zu.
Am 16. September fand ein Geschenk aus Hévíz seinen Weg – vielleicht nicht direkt auf den Tisch des Papstes, aber ganz gewiss in die unmittelbare Nähe des Heiligen Vaters. Der Delegation aus Hévíz wurde die besondere Ehre zuteil, Papst Leo XIV. im Rahmen der an diesem Tag stattfindenden Papstaudienz persönlich zu begegnen.
Man könnte sagen, dass in diesen zutiefst bewegenden Augenblicken die Geschichte von Hévíz um ein weiteres symbolträchtiges Kapitel bereichert wurde – eine Geschichte, deren Wurzeln bis in die Zeit des antiken Roms zurückreichen.

Auch Dr. Fabio Zambon, Bürgermeister von Bellegra, begrüßte unsere Initiative mit großer Begeisterung.
BILANZ UND AUSBLICK
Karpacz, Zagreb, Bellegra, Rom und der Vatikan: Innerhalb von nur zwei Wochen erstreckten sich die internationalen Aktivitäten von Hévíz über ein beeindruckend weitläufiges geografisches Gebiet. Ihre Bedeutung geht jedoch weit über das damit verbundene Prestige hinaus. Jeder Besuch hatte seinen eigenen Zweck und Charakter, doch gemeinsam spiegeln sie ein übergeordnetes Ziel wider: die Position von Hévíz in Europa weiter zu festigen und dafür zu sorgen, dass die Stadt überall dort, wo sie Kontakte knüpft, auf Partner trifft, die bereit sind, mit ihr an einem Tisch zusammenzukommen.
Jede Reise geht einmal zu Ende, doch ihre Wirkung reicht weit über die Rückkehr hinaus. Die Begegnungen sollten nicht als Erfolge betrachtet werden, die für sich allein stehen, sondern vielmehr als erste Züge auf einem imaginären Schachbrett. Ihr wahrer Wert wird sich nicht an den zurückgelegten Entfernungen messen lassen, sondern daran, welche Möglichkeiten sich aus diesen ersten Schritten in den kommenden Jahren ergeben.
FOTOS: Benjámin Marcell Pas



