Wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit

Studienergebnisse belegen: die hévízer heilmethode hält, was sie verspricht

Über eine Million Besucher im Jahr, ein Stammgästeanteil von 80 Prozent, Tausende von Genesenen können kein Zufall sein!

Und genau diesem Phänomen wollte man mit Zahlen und Fakten im Rahmen einer medizinischen Studie auf den Grund gehen. Schwefelquellen werden zwar seit Jahrhunderten bei rheumatischen Schmerzen als Kurmittel eingesetzt, dennoch fehlten wissenschaftliche Erkenntnisse über die Wirkmechanismen, auf denen das medizinische Kurangebot in Hévíz basiert.

Die eindrucksvollen Forschungsergebnisse der St. Andreas Rheumaklinik haben die Effektivität der schwefelhaltigen Thermalquelle nun endgültig wissenschaftlich nachgewiesen. Mehrere Forschungsprogramme haben sich mit der Wirksamkeit balneologischer Therapien am Thermalsee in Hévíz befasst, und die verblüffenden Ergebnisse wurden auch auf internationalen Kongressen vorgestellt.

Damit ist endgültig offiziell untermauert, dass eine Heilkur in Hévíz bei degenerativen Gelenkserkrankungen, Rheumabeschwerden, posttraumatischen Schäden, bei postoperativen oder Präventivtherapien, aber auch bei Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, nicht nur empfohlen sondern auch wirksam ist.

Eine Studie mit dem Titel „DIE UNTERSUCHUNG DER HEILWIRKUNG DES HÉVÍZER THERMALWASSERS AN PATIENTEN MIT KNIEARTHROSE“, welche in einer internationalen medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht wurde, bestätigt nun definitiv, dass Schwefel dasselbe für den Knorpel ist, wie Kalzium für den Knochen.

In der randomisierten, kontrollierten Einfachblindstudie, in der die Teilnehmer nicht wussten, ob sie Arznei- oder Placebo-Mittel verabreicht bekommen, wurden die Patienten in zwei Gruppen eingeteilt – die eine Gruppe badete im Thermalwasser, die andere im gewöhnlichen, erwärmten Leitungswasser. Die 77 Teilnehmer zwischen 45 und 75 Jahren hatten leichte bis moderate Knorpelschäden, und hielten sich in der dreiwöchigen Kur fünf Mal pro Woche, je 30 Minuten im Wasser auf. Es gab keine ergänzenden physiotherapeutischen Anwendungen. Aus den Kontrollen durch unabhängige Ärzte vor und nach der Kur, bzw. im Rahmen des Follow-Up nach 12 Wochen, zeigten sich signifikante Unterschiede zwischen den zwei Gruppen. Eine Verbesserung der Bewegungsfunktion wurde sowohl kurz- als auch langfristig bestätigt.

Den vollständigen Artikel auf Englisch können Sie gern hier herunterladen.

Die Wirksamkeit der Hévízer Rheuma-Therapie wird auch durch weitere Forschungsergebnisse in den folgenden Studien belegt:

1. Effizienzbericht über dad Gewichts- und Streckbad bei Hüftschmerzen

Die Studie befasste sich als Erste mit der Unterwasser-Traktionstherapie bei Erkrankungen der Hals- und Lendenwirbelsäule. Das 1953 von Dr. Károly Moll in Hévíz entwickelte Gewichtsbad wurde bei Patienten eingesetzt, die an leichtem bis mittelschwerem Lumbago (Hexenschuss) litten. In der kontrollierten Follow-Up Studie wurden die Teilnehmer in vier Gruppen eingeteilt: zwei Gruppen wurden mit gezielten Streckbadbehandlungen für die Hals- bzw. Lendenwirbelsäule therapiert, ergänzt durch spezielle Gymnastik und Iontophorese, zwei Kontrollgruppen erhielten nur Gymnastik bzw. Iontophorese. Vor und nach der Studie bzw. als Follow-Up nach drei Monaten wurden die Bewegungsparameter sowohl mit dem Spineliner, einem computergestützten Analyse- und Therapiegerät, als auch durch MR-Diagnostik festgehalten.

Bei den beiden Gruppen, die Gewichtsbad erhielten, konnte eine signifikante Verbesserung bei jeden einzelnen der untersuchten Parameter festgestellt werden, die auch nachgewiesen langanhaltend waren.

Die präsentierten Erkenntnisse haben bestätigt, dass das Gewichtsbad bei Bandscheibenveränderungen sowohl im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) als auch der Lendenwirbelsäule (LWS) erfolgreich zur Schmerzlinderung, zur Förderung der Gelenkbeweglichkeit und dadurch zur Verbesserung der Lebensqualität eingesetzt werden kann.

 

2. BEWERTUNG DER WIRKUNG VOM HÉVÍZER SCHLAMM BEI PATIENTEN MIT ARTHROSE IN DEN HÄNDEN

In dieser 2017 veröffentlichten Publikation handelt es sich um eine zufällige, kontrollierte Einfachblind-Studie mit Follow-Up, die die therapeutische Einsetzbarkeit sowie die chemischen Wirkungsmechanismen des Hévízer Torfschlamms an Patienten mit leichten bis mittelschweren Handarthrose untersucht.

Anlässlich der Bekanntmachung der Forschungsergebnisse und Austausch von Therapieerfahrungen wurde die erste internationale wissenschaftliche Konferenz über Heilschlamm ins Leben gerufen.

Arthrose in den Fingergelenken, die mit höckerigen Anschwellungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkung einhergeht, und mit der Zeit unaufhaltsam in Versteifungen übergeht, kann auch zur Arbeitsunfähigkeit führen.

Selbst die Deutsche Arthrose-Stiftung empfiehlt Gelenkwickel aus Heilerde als bewährtes Hausmittel bei Gelenkschmerzen. Bei einer dreiwöchigen Kur in Hévíz wird der vor Ort zur Verfügung stehende jahrtausendealte Naturschatz Torfschlamm für diesen Zweck verwendet.

Die Wirkungen des direkt auf die Haut aufgetragenen Heilschlamms konnten in der dreiwöchigen Kur mit fünf Anwendungen in der Woche durch klinische Untersuchungen vor und nach der Kur, sowie 15 Wochen später eindeutig nachgewiesen werden.

 

3. WIRKUNGSANALYSE DER KOMPLEXEN HÉVÍZER THERAPIE BEI SPEZIELLEN AUTOIMMUNERKRANKUNGEN

 

Im Rahmen eines 2013 mit der Universität Pécs gemeinsam durchgeführten Forschungsprogramms wurde die Wirkung von einer komplexen, mit physiotherapeutischen Maßnahmen unterstützten Hévízer Badekur untersucht.

Im Mittelpunkt der Studie stand Sklerodermie, eine rheumatische Autoimmunerkrankung, die zwar in sehr unterschiedlichen Formen vorkommt, jedoch vor allem die Handgelenke befällt. Dies äußert sich in geschwollenen, gekrümmten bis in Beugestellung erstarrten „Wurstfingern“.

Untersucht wurden kurz- und langfristige Wirkungen bei einer dreiwöchigen gefäßaktivierenden Therapie, bei der folgende physio- und balneotherapeutischen Anwendungen zum Einsatz kamen: Heilbad, Wirbelbad, Schlammpackung, Massagen, Krankengymnastik und Ergotherapie. An den Wochenenden kamen Baden im Heilwasser und Spaziergänge dazu, wobei die Kontrollgruppe ausschließlich Heilbäder nahm, ohne gezielte Behandlungen.

Bei der physiotherapeutischen Gruppe zeigten bereits Kurzzeitparameter vielversprechende Ergebnisse. Langfristig konnte die Funktionalität der Hände durch die komplexe Therapie deutlich verbessert werden.

 

4. CARDIPOSA – ERFAHRUNGEN DES TELEMETRISCHEN KARDIO-MONITORINGS BEI DER BALNEOTHERAPIE

So wirkungsvoll das schwefelhaltige Thermalwasser in Hévíz auch ist, es gibt auch kontraindizierte Fälle. Obwohl bei der Behandlung rheumatischer Beschwerden genau die Hévízer Heilmethode eine nachhaltige Linderung verschaffen könnte, wird davon bei gewissen Herzerkrankungen abgeraten.

Die allgemeine Zielsetzung bei dieser Untersuchung war, eine teilautomatisierte medizinische Fernüberwachung für jene Genesungsuchenden zu bieten, für die die Balneotherapie wegen ihrer Grunderkrankung kardiologisch kontraindiziert wäre.

In der Testphase wurden 51 Freiwillige ohne Herzleiden telemetrisch überwacht, indem ihre Sensorwerte synchron zur Auswertung übertragen wurden. Die Studie hat bestätigt, dass es möglich ist, beim Baden mittels Sensoren Messwerte zu übertragen, und die Getesteten haben dies auch erwartungsgemäß gut toleriert.

Geplant ist daher, in einer Folgestudie diese Methode an Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen zu testen.

Kommen auch Sie nach Bad Hévíz und erleben Sie die Hévízer Heilmethoden am eigenen Körper!

 

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