Hydrotherapien

Behandlungen mit Wasser

Die Hydrotherapie nutzt die physischen Eigenschaften des Wassers. Im Thermalwasser ist die Therapiewirkung um ein Vielfaches erhöht, vor allem bei Beschwerden des Bewegungsapparates.

Abhängig von der Körperhaltung hat das Eintauchen in körperwarmes Wasser mehrere positive physiologische Wirkungen. Dazu gehören die „Verdünnung“ des Blutes, die Verringerung der Lungenkapazität und die Lockerung der Rumpfmuskulatur. Die Bewegung ist wegen des statischen Auftriebs des Wassers leichter, der Wasserwiderstand stärkt die Muskulatur.

Auch der hydrostatische Druck des Wassers spielt eine bedeutende Rolle: er wirkt auf Venen und Hautadern, verringert das Volumen des Brustkorbs und der Bauchhöhle, beeinflusst die Atemtechnik, erhöht die Nierenfunktionen und verringert Schwellungen an entzündeten Gelenken.

Der Wärmegrad des Wassers bewirkt weitere gegenläufige Veränderungen. Beim Baden im warmen Wasser dehnen sich die Adern aus, der Blutdruck verringert sich und die Herzfunktionen beschleunigen sich. Beim Baden im kalten Wasser ziehen sich die Adern zusammen. Dadurch erhöht sich der Blutdruck, der Herzrhythmus wird verringert, die Herzkranzgefäße verengen sich.

Zu den hydrotherapeutischen Behandlungen zählen neben den zwei Säulen der Traditionellen Hévízer Heilmethode – Schlamm- und Gewichtsbad – auch folgende Methoden:

  • Wannenbäder
    sind ein wichtiger Teil der physiotherapeutischen Kuren. Bei den Hévízer Therapien werden natürliche Heilfaktoren und ausgewählte Physiotherapien miteinander kombiniert. Das kann eine Behandlung alleine sein oder mehrere aufeinander abgestimmte, wechselseitig wirksame, z.B.: Heilgymnastik im Heilwasser.
    Die Anwendungen der Physiotherapie sind im Therapieplan genau festgelegt. Im ersten Schritt werden bei einer ärztlichen Untersuchung die Beschwerden und der allgemeine Gesundheitszustand des Gastes ermittelt. Daraus erstellt der Facharzt ein umfassendes physiotherapeutisches Programm. Bei einer komplexen Hévízer Kur wird ein Zeitraum von mindestens zwei Wochen empfohlen. Der Kurerfolg wird durch laufende ärztliche Kontrolle und eine Abschlussuntersuchung gesichert.
  • Kohlensäurebad
    Das Kohlensäurebad geschieht in einer speziellen Wanne. Mit Zugabe von Kohlensäure wird das zur Behandlung benutzte kohlensäurehaltige Wasser vom Heilwasser des Hévízer Seebades hergestellt. Es bedeutet eine im Wasser „absorbierte” Kohlensäure-Behandlung, die für Herzkranke, an hohem Blutdruck und in Kreislaufstörungen Leidende ausgezeichnet geeignet ist. Auf seiner Wirkung dehnen sich die Adern der Oberfläche, der Kreislauf ordnet sich. Es verbessert die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels und normalisiert den Blutdruck. Als Kur verwendet, ist es auch für längere Zeit wirksam.  Das Kohlensäurebad steigert die Wirkung des Heilwassers.

Indikationen:

    • arterielle und venöse Kreislaufbeschwerden
    • erhöhter Blutdruck
    • mikrozirkulare Störungen der Haut
    • Veränderungen des vegetativen Nervensystems
    • Osteoporose, chronischer Verlauf
    • Rehabilitation nach Herzinfarkt
    • Verengung der Herzkranzgefäße, Nachbehandlung von Herzoperationen
  • Vierfaches Galvanikbad (Hydrogalvan)
    Die Behandlung erfolgt in vier, mit Heilwasser gefüllten Plastikwannen, in die Gleichstrom geleitet wird. Das Galvanikbad wird in erster Linie bei Restsymptomen von Nervenschmerzen und Entzündungen sowie bei (degenerativen) Verschleißerscheinungen empfohlen. Bei absteigender Behandlung hat es auch eine schmerzlindernde Wirkung. Neben dem vierfachen gibt es auch ein zweifaches Galvanikbad.

Indikationen:

    • Schmerzen an mehreren Gelenken und Körperteilen: Rheumatoide Arthritis, Weichteil-Rheumatismus
    • Entzündliche und degenerative Krankheiten der Gelenke
    • Nervenentzündung
    • Sudeck-Atrophie (Kreislaufstörung nach Gliedverletzungen, mit lokalem Knochenschwund)
    • Aderverengungen
  • Hydroxeur-Wannenbad
    Ein solches Sprudelbad wird verwendet, wenn eine manuelle Massage nicht empfehlenswert ist oder eine bestimmte Wirkung erzielt werden soll. In der speziellen Wanne verursachen die künstlich erzeugten Luftblasen eine Wasserturbulenzen, welche die ganze Körperoberfläche massieren. Die Strömung des Wassers erzeugt ein angenehmes Gefühl, wirkt kreislaufsteigernd und stimulierend. Im Vergleich zum Tangentor (Unterwasser-Strahlmassage) ist die Massagewirkung sanfter. Während der Verwendung des Hydroxeur-Wannenbades gibt es keine Kontraindikationen, deshalb kann es auch ohne fachärztliche Aufsicht verwendet werden. Anwendung: üblicherweise 10–20 Minuten.

Elektrotherapie

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